Corona-Krise: So meistern Sie die Zeit mit Kindern zuhause

 

Die Schulen sind geschlossen und viele Eltern arbeiten im Home-Office. Doch was sich im ersten Moment nach Ferien anfühlt, kann schnell zur Belastungsprobe werden. Es findet nämlich nicht nur keine Schule mehr statt, sondern auch die Zeit auf Spielplätzen, das Sporttraining oder die Treffen mit Freunden fallen weg. Deshalb fragen sich viele Eltern, wie sie ihre Kinder zuhause beschäftigen sollen, um den Spagat zwischen Berufsleben und Kinderbetreuung zu meistern.

 

Für Ostern basteln

 

Es gibt zahlreiche Dinge, die Kinder zuhause machen können: Spiele spielen, Lesen, Kuchenbacken oder Gartenarbeit. Außerdem gibt es jetzt genug Zeit, um sich auf Ostern vorzubereiten und man kann mit Kindern dafür basteln oder das Haus dekorieren. Das Schreiben eines Corona-Tagebuchs kann Kindern zudem dabei helfen, ihre Gedanken zu sortieren. Diese Tätigkeiten ersetzen aber natürlich nicht die sozialen Kontakte, weshalb es auch hierfür Lösungen gibt. Während Jugendliche durch die sozialen Medien mit Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben, können Kinder telefonieren oder Briefe schreiben.

 

Bewegung ist wichtig

 

Vor allem Bewegung ist für Kinder wichtig, um sich ausgeglichen zu fühlen und das geht auch zuhause. Man kann zum Beispiel in der Wohnung tanzen, Verstecken spielen oder sich an Fitness-Tutorials für Kinder orientieren. Und wenn es zuhause doch mal zu eng werden sollte, darf man immer noch spazieren gehen, den Wald erkunden oder eine Radtour machen. Diese Tätigkeiten sind nämlich nach wie vor erlaubt, wenn sie im Rahmen der eigenen Familie stattfinden.

 

Für feste Strukturen sorgen

 

Gerade in dieser Ausnahmesituation ist eine Tagesroutine wichtig, an der sich Kinder orientieren können. Ein Stundenplan für die Familie kann dabei helfen, da man dort feste Lernzeiten für die Kinder oder die Arbeitszeiten der Eltern eintragen kann. Die Wochenenden sollten sich dennoch unterscheiden, auch wenn man jetzt nicht mehr die Großeltern besuchen oder ins Museum gehen kann. Dafür kann man kleine Überraschungen einplanen, wie zum Beispiel das gemeinsame Bauen einer großen Legoburg oder einen Heimkino-Nachmittag mit Popcorn und abgedunkelten Fenstern.

 

Ehrlich sein

 

Doch wie erklärt man Kindern die Gründe für die aktuelle Lage am besten? Ein Psychologe rät dazu, dass Eltern ihren Kindern sagen sollten, dass es sich um eine unsichere und beunruhigende Situation handelt. Sie sollten ihren Kindern aber dennoch die Ängste nehmen, indem sie erklären, dass Kinder weniger stark von Corona als ihre Großeltern betroffen sind. Zudem ist es hilfreich, die Gefahren des Coronavirus spielerisch zu erklären. Das gelingt zum Beispiel durch Zeichnungen oder indem man mit Playmobil-Figuren zeigt, was passieren kann, wenn eine Person zwei weitere ansteckt. Wichtig ist jedoch auch, dass Eltern selbst nicht in Panik verfallen, weil Kinder sich an ihnen orientieren. Außerdem hat die Situation auch etwas Positives: Familien rücken jetzt wieder enger zusammen, weil man mehr Zeit miteinander verbringt.

 

Janet Ghotoyian

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