Bremerhaven ohne Plastik? Schüler forschen an einer müllfreien Zukunft

 

Was können wir tun, um weniger Plastik und den daraus resultierenden Plastikmüll zu produzieren? Gymnasiasten aus Bremerhaven wollen diese Frage mithilfe der Wissenschaft beantworten. Sie sind Teil des sogenannten HIGHSEA-Programms, bei dem sie am Alfred-Wegener-Institut (AWI) Forschungsprojekte durchführen.

 

Warum die Nachwuchsforscher für ihre Forschungen extra nach Cornwall gefahren sind und wie die Forschungsarbeit am AWI abläuft, sehen Sie im Video.

 

Forschung als Schulfach

 

Seit 2002 gibt es das HIGHSEA-Projekt. Die Idee hinter der innovativen Unterrichtsform: Naturwissenschaftlich besonders interessierte Schülerinnen und Schüler bereiten sich nicht nur mit normalem Unterricht, sondern auch am AWI mit praktischer Forschungs-Arbeit auf das Abitur vor. Bei ihren Projekten werden sie von Wissenschaftlern des Instituts unterstützt. Zweimal pro Woche findet der Unterricht in den Fächern Biologie (Leistungskurs) sowie Chemie, Mathematik und Englisch (Grundkurs) in den Räumen des AWI statt – ohne die feste Struktur eines Stundenplans.

 

Das Mikroplastik-Problem

 

Am AWI werden aber nicht nur die großen, sichtbaren Plastikteilchen untersucht. Das Team um Biologin Melanie Bergmann kennt sich auch mit Mikroplastik sehr gut aus. Das sind Teilchen mit einer Größe bis etwa fünf Millimeter – viele Partikel sind sogar noch deutlich kleiner, etwa ein Sechstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Die Mikroplastik-Teile landen durch Wind, Regen und Schnee überall auf der Welt – und könnten so auch in unsere Nahrungskette und in unsere Atemluft gelangen. "Da brauchen wir endlich mal Forschungen, um herauszufinden, was da die Auswirkungen auf den Menschen sein könnten", sagt Bergmann.

 

Mareike Baumert / Daniel Kandora

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