Brandstifter gefasst? Nach Feuerserie in Cloppenburg nimmt Polizei Verdächtige fest

 

Als es im Frühjahr und Sommer immer wieder in Cloppenburg brennt, bildet die Polizei Cloppenburg eine siebenköpfige Ermittlungsgruppe, denn klar ist: Viele Feuer wurden absichtlich gelegt. Die intensiven Ermittlungen der Beamten tragen nun offenbar Früchte, zwei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

In der Kreisstadt kehrt nun wieder mehr Ruhe ein, denn die Serie mit insgesamt 30 Bränden machte vielen Cloppenburgern Angst, wie sie im Video erzählen.

 

Geschätzter Schaden von einer halben Million Euro

 

Mülltonnen, Strohballen, Schuppen, Carports und Fahrzeuge gehen in den vergangenen Monaten in Cloppenburg in Flammen auf. Nicht alle Brandstiftungen konnten laut Polizei mit den Festgenommenen in Verbindung gebracht werden, allerdings hat einer der Tatverdächtigen bereits zugegeben, an der Brandserie beteiligt zu sein.

 

Wer war das Ziel?

 

Auffällig ist, dass die Taten der Verdächtigen offenbar vor allem gegen Behörden und Behördenmitarbeiter gerichtet waren. Dienstfahrzeuge des Landkreises und der Polizei sollen von den Festgenommenen angesteckt worden sein, Radaranlagen angezündet. Auch das Privatauto einer Polizistin wurde an ihrer privaten Adresse in Brand gesteckt. „Die Kollegen haben im Rahmen der Ermittlungen Erkenntnisse gewonnen, dass weitere solche Taten gegen weitere Kollegen geplant gewesen sind“, bestätigt Hendrik Ebmeyer von der Polizei Cloppenburg.

 

Erleichterung bei Freiwilliger Feuerwehr

 

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in Cloppenburg und umzu mussten in diesem Jahr besonders häufig ausrücken. Björn Lichtfuß von der Feuerwehr Cloppenburg erzählt, dass sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute besonders an den Wochenenden schon darauf eingestellt hätten, bald wieder ausrücken zu müssen. Die meisten Brände passierten an Freitagen und Samstagen. Dass in wenigen Monaten so viele Feuer gelegt wurden, macht Björn Lichtfuß noch heute fassungslos: „Das was da passiert ist, war kein Kinderstreich mehr, da waren Menschenleben ernsthaft gefährdet.“

 

Mareike Baumert

 

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