Bitteres Weihnachtsfest für VW-Mittarbeiter in Hannover und Emden

 

Es sind keine guten Nachrichten für die VW-Mitarbeiter so kurz vor Weihnachten. Der Volkswagen Konzern steuert mit seiner E-Auto-Offensive in die Zukunft - aber das kostet Tausende Jobs.

 

Hartes Umbauprogramm zwingt einige Mitarbeiter zum Umzug

 

Beim Hochfahren der Stromer-Produktion könnten an den Standorten Emden und Hannover im kommenden Jahr insgesamt bis zu 7000 Stellen wegfallen. In Ostfriesland heißt es für viele befristet Beschäftigte nun, entweder gehen oder ins VW-Werk in Kassel oder zu Porsche nach Stuttgart wechseln. Für Familienmütter oder –väter ist ein Arbeitsplatz an einem anderen Standort eine besondere Zumutung.

Betriebsbedingte Kündigungen hatte Vorstandschef Herbert Diess zwar ausgeschlossen. Allerdings kündigte er wegen der verschärften CO2-Grenzwerte für Neuwagen in der EU ein harteres Umbauprogramm für den größten Autobauer der Welt an.

 

Streichung von Jobs durch Vorruhestandsregelungen und Stellenabbau

 

Über Vorruhestandsregelungen könnten bis zu 4000 Stellen in Hannover und bis zu 3000 in Emden gestrichen werden. Dies sei aber nur auf freiwilliger Basis machbar. In Hannover blieben dann gut 10 000 Beschäftigte, in Emden etwa 6000, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Der Pressesprecher Eric Felber sagt dazu: „Wir haben Mitte November eine Standortvereinbarung getroffen gemeinsam mit den Arbeitnehmern. Die besagt vor allen Dingen, dass wir hier eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 haben. Das sind 10 Jahre. Da gibt es keine betriebsbedingten Kündigungen. Wir haben aber auch gesagt: Ja, es werden in diesem Zeitraum sicher auch Stellen abgebaut."

 

Elektromobilität und Digitalisierung - diese Trends kosten Arbeitsplätze

 

Mit dem Wandel zur Elektromobilität hat die ganze Industrie mit bundesweit mehr als 800 000 Beschäftigten zu kämpfen. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird der Übergang zur E-Mobilität langfristig rund 114 000 Jobs kosten. Die Prognose geht von einem Marktanteil der E-Autos von 23 Prozent bis zum Jahr 2035 aus.

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