Billie Eilish, ABBA und die Beatles beim großen Corona-Festival in Hamburg

 

Bereits seit mehreren Wochen fällt alles flach. Der als selbstverständlich genommene Live-Musik-Abend in der Lieblingsbar, das ausverkaufte Konzert in der Stadthalle und auch das kribbelnde Gefühl beim Betreten des Festivalgeländes war wohl noch nie so unerreichbar wie in Zeiten der Corona-Krise. Doch die Maßnahmen und Auflagen in der aktuellen Situation lassen unsere norddeutsche Kulturszene so richtig kreativ werden.

 

#KeinerKommt

 

Unter diesem Motto hat sich der PR-Mann Lars Meier eine mega Veranstaltung mit Top-Acts aus aller Welt ausgedacht. Unter anderem ABBA, die Beatles und Billie Eilish sollen dort auftreten. Und ja, allein schon beim Line-UP stellt sich wohl der Eine oder Andere die Frage, ob dieses Hamburger Festival überhaupt wirklich existiert? Um das vorweg zu nehmen: nein, tut es nicht. Aber trotzdem werden Karten für das #KeinerKommt Festival verkauft, denn es dient einem guten Zweck. Aufgrund der zahlreichen Schließungen vieler Bars und Clubs, droht der Hamburger Kulturszene nämlich das Aus. Um dies zu verhindern werden noch bis zum 12. Mai Tickets für das Festival, im Wert von 22 Euro, verkauft. Als Andenken an diese Aktion bekommt jeder Spender ein echtes Ticket für das Event ausgehändigt. Den Erlös erhält die Hamburger Ausgehszene, damit wir nach der Corona-Krise weiterhin ganz entspannt das Nachtleben und Events in der Hansestadt genießen können. Unterstützt wird die Aktion von Hamburger Bands wie Bosse und Revolverheld, dem Hamburger Verein Clubkombinat e.V. und Kultursenator Carsten Brosda. Außerdem stellt die Stadt Hamburg leere Plakatflächen zur Verfügung, um für das Fake-Event zu werben – denn in Zeiten von Corona wird Solidarität großgeschrieben.

 

Zusammenhalt wo man nur hinschaut

 

Auch in der Universitätsstadt Göttingen sieht es nicht anders aus. Bars, Clubs und Szene sind in Gefahr. Hier wollen vor allem die Jungs der Musikgruppe „Flooot“ mit einer Aktion dafür sorgen, dass sie ihre Konzertstätten nicht verlieren. Per Youtube-Video rufen die Künstler aus Niedersachsen ihre Fans und Mitmenschen dazu auf, fleißig ihren Songremake „Meine Bude“ herunterzuladen. In dem Musikvideo singen sie direkt aus ihren Buden, ob vom Sofa oder aus der Badewanne, denn auch sie müssen ja zuhause bleiben. Für jedenDownload spendet die Band Geld an den Nörgelbuff, den Exil Live Club und das Musa Kulturzentrum in Göttingen. Mit dieser tatkräftigen Unterstützung aus der Szene für die Szene, überleben hoffentlich auch die Clubs in Göttingen die COVID-19-Krise.

 

„Hand in Hand, halten wir inne und es aus, bauen wir Brücken und zu Haus, sind wir füreinander da, gemeinsam gegen Corona“

 

Auch Antenne Niedersachen will „Gemeinsam“ gegen das Coronavirus und seine Folgen kämpfen. Dementsprechend hat die Radio-Moderatorin Kaya Laß einen gleichnamigen Song als Zeichen des Zusammenhaltes geschrieben und, wie sollte es beim Rundfunk auch anders sein, natürlich direkt aufgenommen. Besonders Gefühle wie Hoffnung, Rückhalt und Zuversicht sind der Moderatorin in der Krisenzeit wichtig, diese möchte sie auch ihren Zuhörern in der schweren Zeit mit auf dem Weg geben

 

Pia Schmücker 

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