Bar, Kneipe, Schankwirtschaft: Darum darf nicht jeder Gastro-Betrieb wieder öffnen

 

Ein leckeres Bier oder ein Glas Wein trinken, das ist jetzt im Norden auch außerhalb der eigenen vier Wände endlich wieder möglich. Durch weitere Corona-Lockerungen öffnen nun wieder Bars und Kneipen. Doch ganz so einfach wie es klingt, ist es nicht: Je nach Bundesland müssen Bars nämlich weiter zu bleiben, Kneipen dagegen dürfen vermehrt öffnen. 

Wie sehr sich ein Hamburger Kneipenwirt und seine Gäste über die Wiedereröffnung freuen, sehe Sie im Video.

 

Bremen:

 

In Bremen gibt es seit heute eine klare Regelung: Kneipen dürfen vom 18. Mai an unter strengen Auflagen wieder öffnen. Dabei muss ein Mindestabstand von anderthalb Metern zwischen den Gästen eingehalten und jeder Besucher samt Kontaktdaten dokumentiert werden. Wichtig ist hierbei: Die Rede ist von Kneipen. Bars müssen geschlossen bleiben. In Bremen sind Bars gemeint, die mehr oder weniger nur aus einer Theke bestehen und keine Tische haben. Sobald es eine kleine Tanzfläche und laute Musik gibt, muss die Einrichtung geschlossen bleiben. Die gewöhnliche Eckkneipe darf dagegen unter den entsprechenden Auflagen öffnen.

 

Niedersachsen:

 

In Niedersachsen ist die Regel dagegen noch etwas strenger: Der Betrieb von Gaststätten in Gebäuden, bei denen der Schankwirtschaftsbetrieb den Speisewirtschaftsbetrieb deutlich überwiegt (wie in Kneipen oder Bars), dürfen nicht betrieben werden. Somit dürfen in Niedersachsen keine Kneipen oder Bars öffnen, in denen es lediglich um den Verkauf von alkoholischen Getränken geht. Jeder Gastwirt muss jetzt für sich selbst überprüfen, um kein Bußgeld zu riskieren: Bin ich nun reine Schankstätte oder auch Restaurant? Des Weiteren gilt in Niedersachsen generell eine erlaubte Auslastung von maximal 50 Prozent.

 

Hamburg:

 

Auch in Hamburg und auf der Reeperbahn herrscht etwas Wirrwarr. Hier dürfen Kneipen öffnen, Bars müssen allerdings auch in der Hansestadt zu bleiben. Steht in der Betriebserlaubnis des Wirtes „Schankwirtschaft“, darf geöffnet werden. Wenn dort aber „Bar“ steht, muss die Einrichtung geschlossen bleiben. Da in Bars häufig Musikboxen stehen und es kleine Tanzflächen gäbe, müssen diese also weiterhin geschlossen bleiben.

 

Schleswig-Holstein:

 

In Schleswig-Holstein stellt sich die Thematik etwas leichter dar. Hier gibt es keine Unterscheidungen zwischen Bars und Kneipen beziehungsweise Schankwirtschaft und Vergnügungsbetrieb. Ab dem 18.05 dürfen wieder alle Bars und Kneipen öffnen. Bedingung: Verfügt die Bar über eine Tanzfläche, muss diese abgesperrt werden. DJ´s dürfen somit auch in SH nicht auflegen.

 

Jakob Silvester Schmidt

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