Automatisiertes Fahren: Proberunde für Hamburgs Bürgermeister

 

Es sieht aus wie eine ganz normale Autofahrt, doch wenn Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher vor Journalisten eine Runde dreht, ist sehr viel Hightech im Spiel. Autonomes Fahren soll die Mobilität der Zukunft prägen und Peter Tschentscher war am Freitag auf Hamburgs drei Kilometer langer Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren unterwegs.

 

"Schon beeindruckend"

 

„Einerseits unspektakulär, anderseits aber schon beeindruckend. Wenn die Teststrecke aktiv ist, dann kann man die Hände vom Lenkrad nehmen, das Auto fährt dann sozusagen im Automodus und das bedeutet, dass die Kurven im innerstädtischen Bereich vom Fahrzeug selbst gelenkt werden“, so beschreibt der Bürgermeister die Testfahrt von seinem Amtssitz zur Elbphilharmonie.

 

Wie der Bürgermeister die Vision vom zukünftigen Fahren erlebt, sehen Sie im Video.

 

Daten sammeln und verarbeiten

 

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) hat für rund 80.000 Euro diesen ganz besonderen E-Flitzer gekauft, der sich äußerlich nur durch eine spezielle Technik auf dem Autodach von anderen Fahrzeugen unterscheidet. Sie verarbeitet alles, was rund um den Wagen passiert. 

Ob nun Laserscanner, GPS-Antennen, eine sphärische Kamera und eine Stereokamera - mit all diesen Dingen können ganz genaue Karten von der Umgebung erstellte werden. Mit Hilfe dieser Karten soll dann später das Auto komplett allein durch die Hansestadt fahren. Im Kofferraum befindet sich dazu der große Rechner, der alles verarbeiten muss.

 

Entspanntes Zurücklehnen ist noch nicht angesagt

 

Was dieses Auto zurzeit automatisch leistet, bauen bereits einige Herstellern in ihre Neufahrzeuge ein, wie Notbremsassistent, Lenk- und Spurführungsassistent, Geschwindigkeitsregelung oder Stop&Go-Funktion (regelt den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug).  Aber entspanntes Zurücklehnen ist noch nicht möglich. Doch schon in den kommenden Jahren können die Forscher an der HAW soweit sein, dass Autos wirklich autonom durch Hamburg fahren.

 

Lorenz Bille / Nicole Ide

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