Attacke auf der Autobahn: Hildesheimerin überlebt Betonplatten-Wurf

 

"Und plötzlich habe ich nur dieses Knallen gehört...": Lidia Scurtu aus Hildesheim ist mit dem Auto unterwegs, als eine Betonplatte ihre Windschutzscheibe durchschlägt. Die junge Mutter überlebt - und leidet jetzt unter den Folgen der Attacke. Ein mutmaßlicher Täter konnte inzwischen gefasst werden. Ihm ging es wohl um Geld.

 

Wie Lidia Scurtu die Attacke erlebt hat, erfahren Sie im Video.

 

Vom Trauma verfolgt

 

Lidia Scurtu hatte Glück im Unglück - die Betonplatte hätte sie treffen können. Die junge Frau und Mutter leidet seitdem unter den Folgen. "Ich habe Schlafstörungen. Früher habe ich ganz normal geschlafen und jetzt habe ich Probleme mit dem Schlaf", berichtet sie. "Wenn ich laute Geräusche höre, die auch zum Beispiel ein bisschen lauter als normale sind, erschrecke ich mich immer." Sie habe immerzu das Bild der Attacke im Kopf, so die 25-Jährige. Der Vorfall ist auch Grund dafür, dass sie ihre Arbeit als Speditionsfahrerin nicht mehr ausüben kann. Die Erinnerung belastet sie zu sehr. Inzwischen ist sie in psychologischer Behandlung und hofft darauf, in einen normalen Alltag zurückzufinden, in dem sie wieder unbeschwert mit ihrem kleinen Sohn spielen kann.

 

Das Motiv: Erpressung

 

Der mutmaßliche Täter ist Alexander N. Möglicherweise war es ihm egal, ob seine Attacke jemanden verletzt. Wenige Tage nach dieser ersten Attacke passieren zwei ähnliche Vorfälle in der Region. Bei diesen werden keine Autos getroffen. Das mutmaßliche Motiv des 21-Jährigen ist anscheinend Geld. Kurz nach dem ersten Anschlag soll er sich beim Autokonzern Daimler gemeldet und rund 200.000 Euro in Bitcoins verlangt haben. Der Autohersteller meldet den Erpressungsversuch umgehend der Polizei. Wenig späte nehmen die Ermittler den mutmaßlichen Täter fest, die Ermittlungen dauern an.

 

 

Lena Kluß / Mareike Baumert

 

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