Arm in Bremen: Leben am Existenzminimum

 

Andrea Meyer ist in Bremen geboren und fühlt sich eigentlich wohl in ihrer Heimatstadt - obwohl sie am Existenzminimum lebt. Fast 20 Jahre lang arbeitete sie in einer Buchhandlung im Bahnhof, bis diese 2003 pleite ging. Die heute 55-Jährige wurde arbeitslos, mehrere Erkrankungen machten ihr den Wiedereinstieg ins Berufsleben schwer. Sie lebt von Hartz-IV, fühlt sich aber nicht gut damit: "Es ist mir nicht recht, beim Steuerzahler die Hand aufzuhalten. Das Gegenteil wäre mir lieber, wieder Vollzeit arbeiten zu können und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein."

Wie wichtig auch die Bremer Tafel für Andrea Meyer ist und was sie sich von der Bremer Politik wünscht, sehen Sie im Video.

 

 

Das wollen die Parteien beim Thema Soziales unter anderem ändern:

 

 SPD

- Qualifizierungen und Fördermaßnahmen für Langzeitarbeitslose
- Sozialwohnungsquote erhöhen

 

CDU

- Beschäftigungsperspektiven für Langzeiterwerbslose
- Sozialwohnungsbau auch in wohlhabenden Stadtteilen

 

B'90/Grüne

- neue Baugebiete für Sozialwohnungen
- bundesweite Reform von HartzIV

 

Linke

- Stadtentwicklung soll nicht privaten Investoren überlassen werden
- auf Bundesebene HartzIV durch eine Mindestabsicherung ersetzen

 

FDP

- landesweiten Mietspiegel einführen, Mietpreisbremse abschaffen
- Einführung eines "Bürgergelds" zur Grundsicherung

 

AfD

- Stopp von Vergabe von Wohnraum an Flüchtlinge
- Wohngeld statt sozialer Wohnungsbau

 

BiW

- Ehrenämter und damit den Zusammenhalt der Bürger stärken
- Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen

 

 

Hintergrundinfos zu den Wahlprogrammen der Parteien:

Bundeszentrale für politische Bildung

 
Mareike Baumert / Patrick-Testa-Kreitz
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