Anti-Terror-Übung: Polizei probt im Bremer Hauptbahnhof den Ernstfall

 

Schüsse, Schreie und Verletzte, wo sonst Pendler und Touristen unterwegs sind. Es ist ein erschreckendes Szenario, auf das Polizisten und Rettungskräfte aber vorbereitet sein müssen.

Die Bilder des realitätsnahen Probeeinsatzes im Bahnhofsgebäude sehen Sie im Video.

 

"Stoppt das Töten, rettet Leben!"

 

Drei maskierte Personen, schwer bewaffnet, feuern auf Passanten im Bahnhof. Ein Attentäter wird erschossen, ein anderer festgenommen. Es ist alles nur gespielt und doch so realistisch wie möglich, die Abläufe eines solchen Einsatzes sind echt. Landespolizei, Bundespolizei, Spezialeinheiten und Feuerwehr müssen Hand in Hand arbeiten, wenn es zu einem Terroranschlag kommt. In den sechs Stunden geht es darum, die Attentäter aufzuhalten und die Passanten zu schützen. 

 

1200 Beamte im Einsatz

 

Insgesamt vier Durchgänge mit unterschiedlichen Situationen werden in dieser Nacht durchgeprobt,  Täter und Opfer werden von anderen Polizisten gespielt. Immer wieder fallen Schüsse, immer wieder greifen die Beamten ein und überwältigen die Attentäter. Ausgestattet sind die Polizisten bei dieser Übung mit Platzpatronen, im Ernstfall würden sie mit scharfer Munition schießen.

 

Bahnverkehr nicht beeinträchtigt

 

Da die Übung zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens durchgeführt wurde, eine Zeit, in der im Bahnhof weniger los ist, wurde der Bahnverkehr nicht gestört. Unbeteiligte Fahrgäste wurden bereits in den Zügen gewarnt, dass ein Übungseinsatz an den Gleisen und im Gebäude stattfindet.

 

Jan Bockemüller/Mareike Baumert

 

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