Anklage gegen Ex-Besitzer von misshandelter Hündin Betty

 

Ihr Schicksal berührte die Menschen über Norddeutschland hinaus: Im vergangenen September wurde Hündin Betty mit schlimmen Bisswunden in einer Tierarztpraxis in Delmenhorst abgegeben. Ihre Ohren waren abgebissen, sie kämpfte ums Überleben. Ein 30-Jähriger und eine 25-Jährige gaben an, das Tier am Straßenrand gefunden zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt später, dass es in Wahrheit die Besitzer sind. Deshalb hat sie jetzt Anklage erhoben.


Kommen die Ex-Besitzer jetzt ins Gefängnis?


Die Staatsanwaltschaft wirft den ehemaligen Besitzern vor, dass sie Betty nicht rechtzeitig tierärztlich behandelt haben. Durch die schweren Verletzungen erlitt sie Qualen. Damit hätten die Beiden gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Ob es aber überhaupt zu einer Verhandlung kommt, muss jetzt das Amtsgericht Delmenhorst entscheiden.


Bisswunden deuteten zunächst auf Hundekämpfe hin


Bettys Verletzungen waren so schwer, dass die Tierärzte erst vermuteten, sie könnte für Hundekämpfe benutzt worden sein. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft aber davon aus, dass ein anderer Hund im Haushalt Betty so zerbissen hat. Die ehemaligen Besitzer lebten mit mehreren Hunden zusammen.


Happy End für Betty


Dank vieler Spenden konnte die Hündin operiert und aufgepäppelt werden. Eigentlich sollte sie im Anschluss an eine neue Familie vermittelt werden, aber die Patientin fühlte sich bei ihrer Lebensretterin Dr. Angelika Hoffmann einfach am wohlsten. Deshalb entschied sich die Tierärztin schließlich dazu, Betty zu behalten. "Sie hat sich das selbst ausgesucht", sagt Angelika Hoffmann. Bei ihr wohnt Betty nun in Gesellschaft mit anderen Hunden und kann endlich ein schönes Hundeleben genießen.


Vanessa Fritz / Lisanne Vernunft

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