An Hamburger Schule: Trainer soll Mädchen missbraucht haben

 

Sportlehrer Marcel W. steht wegen Missbrauchs an zwei seiner Schülerinnen (8 und 9 Jahre) vor Gericht. Der 38-Jährige unterrichtete im Rahmen eines Talentprogramms an der evangelischen Paulusschule in Hamburg-Hamm Sport. Dabei soll er zwei Schülerinnen in insgesamt 31 Fällen sexuell missbraucht haben. Der Angeklagte gibt vor Gericht zu, dass er sich von Kindern sexuell angezogen fühle. 

Wie unser Reporter den Angeklagten heute vor Gericht erlebt hat, sehen Sie im Video.

 

Angeklagter gibt die Tat vor Gericht zu

 

Vor Gericht bestritt Marcel W. den Vorwurf des sexuelles Missbrauchs - gab jedoch zu, ein Mädchen während des Sportunterrichts unter der Hose und ein weiteres mehrfach über der Kleidung im Intimbereich berührt zu haben. "Ich hätte das nicht tun dürfen", sagte W.. "Es war dumm, es war vielleicht Neugier", so der Angeklagte weiter. Auf die Frage des Richters, ob er sich von Kindern angezogen fühle, antwortete der ausgebildete Schwimmlehrer mit einem klaren "Ja".

 

Den Opfern geht es gut 

 

Die Opfer des angeklagten Trainers waren beim Prozess nicht dabei. Die Mutter eines Mädchens saß im Gericht und teilte RTL mit, dass es ihrer Tochter mittlerweile gut ginge und sie nicht unter den Folgen leiden würde. Zudem erzählte sie, dass die beiden betroffenen Mädchen sich verbal gegen die Tat gewehrt hätten. Allerdings hätte Marcel W. darüber nur gelacht.

 

Marcel W. wurde von der Paulusschule suspendiert

 

Marcel W. ist ausgebildeter Schwimmlehrer. An der Paulusschule war er von Oktober 2016 bis Februar 2018 als Talentcoach im Fach Sport tätig. Er soll im Geräteraum und bei einer Hilfestellung in der Turnhalle zwei Mädchen unsittlich berührt haben. Er wurde noch im Jahr 2018 suspendiert. Der Prozess wird am 4. September fortgeführt.

 

Lorenz Bille / Franziska Starck

 

 

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