Altersheim für Kühe: Doku über Hof Butenland wird zum Kinoerfolg

 

Der Hof Butenland ist kein gewöhnlicher Bauernhof. Karin Mück und Jan Gerdes haben im niedersächsischen Butjadingen das erste Kuhaltersheim Deutschlands ins Leben gerufen. Der Dokumentarfilm "Butenland" läuft zurzeit erfolgreich in den Kinos und erzählt die bewegende Geschichte des Hofs und seiner Bewohner.

 

Wie liebevoll die Hofbetreiber sich um ihre Rinder kümmern und wie sie mit ihnen durch gute und schlechte Zeiten gehen, sehen Sie in unserer Reportage vom 3. März 2020 aus der Sendung für Niedersachsen und Bremen.

 

Vor dem Schlachter gerettet

 

37 Rinder leben auf dem Hof Butenland.  Die meisten von ihnen haben Tierschützerin Karin Mück und Landwirt Jan Gerdes vor der Schlachtbank oder aus der Massentierhaltung gerettet. Der Landwirt besaß ursprünglich selber einen Milchviehbetrieb. Vor fast 20 Jahren gab er den Betrieb jedoch auf, weil er die Tiere nicht länger ausnutzen wollte.

 

Aus Bio-Hof wurde Altersheim

 

Heute stehen nicht die wirtschaftlichen Interessen, sondern das Wohlbefinden der Tiere im Mittelpunkt. Die vierbeinigen Senioren sollen hier einen würdigen Lebensabend verbringen, in Freiheit und mit ganz vielen Kuscheleinheiten. Aber die Idylle auf dem Gnadenhof hat auch ihre schweren Seiten. Wie in anderen Altersheimen auch, müssen Karin Mück und Jan Gerdes immer wieder Abschied von einem liebgewonnenen Schützling nehmen. Auch das ist Teil des Films.

 

Die ungewöhnliche Geschichte begeistert die Kinobesucher

 

Zwei Jahre lang hat der Filmemacher Marc Pierschel die beiden begleitet und dabei glückliche wie traurige Momente eingefangen. Dass ihr Kuhaltersheim einmal so viele Menschen begeistern würde, hätten die beiden niemals gedacht. Doch der Film läuft seit 6. Februar erfolgreich in den Kinos und ist sogar mit dem Hofer Filmpreis ausgezeichnet worden.

 

Grit Gadow / Luisa Ziegler

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