Stadt Braunschweig lässt erste Bäume in Jasperallee fällen


Die Stadt Braunschweig macht tatsächlich ernst. Für sage und schreibe 400.000 Euro will sie neue Bäume pflanzen - und zwar dort, wo eigentlich schon welche stehen. Weil die Verantwortlichen statt Ahorn lieber Linden sehen möchten, sind diesen Donnerstag nun die ersten Bäume gefällt worden.

Wie es jetzt vor Ort aussieht, erfahren Sie von unserer Reporterin Alisha Elling im Video.

Bürgerinitiative machte mobil


Die “Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig“ hatte mobil gemacht und mit einer Online-Petition Unterschriften gegen das Vorhaben der Stadt gesammelt. Die Bürgerinitiative forderte unter anderem, dass junge Linden zunächst nur in bereits existierende Lücken in der Allee gepflanzt werden und einzelne Ahorne erst dann gefällt werden, wenn sie zu alt und nicht mehr zu retten sind.

Die Bürgerinitiative wies darauf hin, dass die Bäume wichtig für das Kleinklima der Innenstadt sein und das üppige Grün für die jetzt dort lebenden Menschen und Tiere von großer Bedeutung wäre. Diese Effekte würden jedoch durch eine Neubepflanzung für die nächsten 20 bis 50 Jahre auf null reduziert werden.

Stadt verteidigt sich


Die Verantwortlichen der Stadt Braunschweig verteidigten ihren Beschluss. Es ginge nur darum, auf absehbare Zeit Geld zu sparen. Aufgrund der nachgelassenen Vitalität der Ahorne sei deren Lebenserwartung bereits stark gesunken. Außerdem würden in Zukunft immer häufiger Pflegemaßnahmen anfallen. Des Weiteren hatte die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass (entgegen der Forderungen der Bürgerinitiative) nach Ansicht von Gutachtern und Fachleuten nur ein großflächiger Austausch der Bäume den gewünschten Effekt hätte. Zudem sei die Linde für den städtischen Straßenraum deutlich besser geeignet und eine widerstandsfähigere Baumart als der Ahorn.

Bäume in Braunschweig
Mag ich