Alle Zeichen auf Grün? Bremens Zukunft in den Händen der Grünen

 

Die Bremer Grünen lassen sich einfach nicht in die Karten schauen! Sie tingeln im Endspurt von Sondierungsgespräch zu Sondierungsgespräch, doch während manche Parteien sogar schon öffentlich Zugeständnisse machen, lassen sich die Grünen noch bitten.

 

Klimaschutz als gemeinsames Thema?

 

Viel wollen CDU, FDP und Grüne nach dem Sondierungsgespräch der Presse nicht verraten, die Frage nach inhaltlichen Ergebnissen wird sofort abgeschmettert. Aber eine Sache ist der Grünen-Fraktionschefin Maike Schaefer dann doch wichtig zu erwähnen: Wenn es um eine mögliche CO2-Abgabe geht, also das Zahlen für den Ausstoß von Treibhausgas, stehen die Bremer CDU und FDP hinter den Grünen. Damit stellen sich die Spitzenkandidaten gegen ihre Bundeschefs Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Christian Lindner (FDP).

 

„Wir werden heute noch gar keine Entscheidung fällen.“

 

Die deutlichen Signale von CDU und FDP will Maike Schaefer nicht kommentieren, da kann Lencke Steiner noch so unmissverständlich werden: „Für uns stehen die Zeichen auf Grün“, sagt die FDP-Spitzenkandidatin nach dem Sondierungsgespräch. Zu dem Zeitpunkt steht für die Grünen ja auch noch ein Gespräch mit der SPD und den Linken an.

 

Wer bezirzt die Grünen?

 

Beim Treffen mit der SPD und den Linken werden dann erstmal fleißig Geschenke verteilt: Linke-Spitzenkandidatin Kristina Vogt hat Geburtstag. Nach einer schon fast freundschaftlichen Begrüßung wird dann hinter verschlossenen Türen wieder über Ernsteres gesprochen. Die Grünen machen es weiter spannend: Mit welchen Parteien sie letztendlich in die Koalitionsverhandlungen gehen, entscheiden sie erst auf einer Landesmitgliederversammlung am Donnerstag.

 

Mareike Baumert

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