Achtung Landesgrenze: Warum ein Golfplatz nahe Bremen nur zur Hälfte offen ist

 

Ob beim Einkaufen, der Maskenpflicht oder der Schulöffnung: Auch bei uns im Norden hat jedes Bundesland in der Corona-Krise seine eigenen Regeln. Und manchmal sind die Auswirkungen des Föderalismus ganz schön skurril. Auf dem Platz vom Golfclub Bremer Schweiz darf nur auf der Hälfte gespielt werden. Denn der Golfplatz liegt genau auf der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Bremen.

 

Was passiert, wenn ein Golfball sich auf die verbotene Seite der Grenze verirrt, zeigen wir im Video.

 

Sperre auf dem Golfplatz

 

Neun Löcher auf dem Golfplatz vom Golfclub Bremer Schweiz dürfen gerade gespielt werden, die anderen neun sind durch Absperrband gesperrt. In Niedersachsen und Bremen sind die Vorsichtsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronovirus aktuell unterschiedlich streng. Während in Bremen kontaktarmer Freiluftsport wie Tennis oder Golf seit dem 25. April wieder erlaubt ist, bleiben in Niedersachsen vorerst alle Sportanlagen geschlossen.

 

Föderalismus in Corona-Zeiten

 

„Das ist einfach Ausfluss des Föderalismus-Prinzip, dass wir jetzt zwar schon in einem gewissen Korridor auch parallel gemeinsam vorangehen, aber doch jedes Land seine Besonderheiten hat“, erklärt Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der niedersächsischen Landesregierung gegenüber RTL Nord.

Ralph Bünning, der Präsident des Golf-Club Bremer Schweiz, sieht die skurrile Situation gelassen. „Wir sind eigentlich nur glücklich, dass wir überhaupt wieder Golf spielen können, nach so einer langen Pause. Von daher sind wir da nicht böse, nur traurig, dass unsere Kollegen in Niedersachsen nicht spielen dürfen.“

 

Weitere Sicherheitsmaßnahmen auf dem Platz

 

Damit der Sicherheitsabstand eingehalten wird, lässt der Golf-Club immer nur zwei Personen in einem Abstand von 10 Minuten starten.  Die Golfer müssen ihre Spielzeiten im Voraus buchen. Gastronomie und Umkleideräume bleiben außerdem geschlossen.

Vielleicht schon ab dem 4. Mai könnten weitere Bundesländer die Regelungen für den Sport lockern. Wenn auch Niedersachsen mitziehen würde, dann könnten die Mitglieder des Golf-Clubs "Bremer Schweiz" bald wieder den ganzen Platz nutzen.

 

Luisa Ziegler

 

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