Urteil in Lüneburg: Schimpanse Robby darf im Zirkus bleiben


Robby ist Deutschlands wohl bekanntester Zirkus-Affe. Seit 43 Jahren lebt er bei Klaus Köhler und stand jahrelang neben dem Zirkusdirektor in der Manege. Doch Tierschützer sagen, dass Robby zu seinen Artgenossen gehört. Diesen Donnerstag hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg in der Sache ein Urteil gesprochen.

PETA-Kampagne


Nach einer massiven Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA hatte der Landkreis Celle bereits 2015 verfügt, dass Schimpanse Robby den Zirkus verlassen muss und in eine Auffangstation kommen soll. Gegen diese vom Landkreis angeordnete Abgabe des Affen hatte der Zirkusbetreiber aber Klage eingereicht

Oberverwaltungsgericht spricht Urteil


Diesen Donnerstag hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden, dass Robby seinen Lebensabend nicht mit Artgenossen sondern unter Menschen im Zirkus verbringen soll. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Der Besitzer des bundesweit wohl letzten Menschenaffen in einem Zirkus muss damit das seit über 40 Jahren bei ihm lebende Schimpansenmännchen nicht an eine entsprechende auf die Resozialisierung von Schimpansen spezialisierte Einrichtung abgeben.

Über den Prozess berichten auch unsere Reporterinnen Friederike Gründken und Madeleine Sartison im Video.


Quellen: RTL Nord, dpa

Schimpanse Robby
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