Butler für einen Tag


Adelige waren und sind schon immer eine Klasse für sich. Und oftmals haben diese natürlich auch Angestellte, die viele alttägliche Aufgaben übernehmen.

Doch wie ist es eigentlich, ein Bediensteter des Adels zu sein? Das wollte unser Reporter Patrick Kreitz einmal ausprobieren. Auf einem Schloss in Aerzen bei Hameln hat er sich nämlich als Butler versucht!

Wie er sich im Frack geschlagen hat, sehen Sie im Video!

Der Butler - Ein klassischer Beruf in modernen Zeiten

Den ursprünglichen Butler als Oberhaupt der ganzen Dienerschaft eines hohen Hauses gibt es heutzutage eigentlich nicht mehr. Als Manager eines Haushaltes, Organisator und Berater ist der moderne Butler aber immer noch gefragt. Im deutschsprachigen Raum wird der Beruf als Hauswirtschafter oder Hauswirtschaftsassistent bezeichnet. Es ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die nötigen Grundvoraussetzungen vermitteln Privatschulen in rund 8- bis 10-wöchigen Kursen. Bei uns im Norden ist eine solche Schule etwa in Stade zu finden.

Ein Butler muss multitaskingfähig sein und ein Auge für Details haben. Er hält sich stets dezent im Hintergrund, zieht aber von dort die Fäden. Er organisiert den alltäglichen Haushalt des Auftraggebers, erledigt Einkäufe, organisiert Events und behält den Überblick über Termine und Pflichten seines Arbeitgebers.

Historisch nahm die Zahl der Butler nach dem ersten Weltkrieg konstant ab. Inzwischen ist der Bedarf allerdings wieder angestiegen. Besonders wohlhabende Menschen aus dem Nahen Osten oder Asien haben in den vergangenen Jahrzehnten großes Interesse an Butlern gezeigt, aber auch in Deutschland leisten sich vermehrt Millionäre eine gehobene Servicekraft. Mitunter gibt es den Beruf auch als Teilzeit-Modell („Mietbutler“).

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