Landtag diskutiert über Ausschreitungen in Chemnitz


Hitlergrüße, Hassparolen und Gewalt – die Ausschreitungen in Chemnitz Ende August sind nicht nur ein sächsisches Problem. Im Niedersächsischen Landtag in Hannover haben die Abgeordneten deshalb heute nachgefragt, inwieweit auch die rechte Szene aus Niedersachsen an den Demonstrationen beteiligt war.

Rechte aus Hildesheim und Braunschweig


Nach Erkenntnissen des niedersächsischen Verfassungsschutzes waren mehrere Mitglieder der rechtsextremen Szene aus Braunschweig und Hildesheim an einer Demonstration in Chemnitz am 1. September beteiligt. Das sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) diesen Freitag im Landtag. Um wie viele Personen es sich genau handelte und zu welchen Gruppierungen sie gehörten, sagte Pistorius nicht. Laut Pistorius hatten die Ermittler vor einer Versammlung in Chemnitz am 27. August erfahren, dass etwa 10 bis 15 Mitglieder der rechten Szene aus den Regionen Salzgitter, Braunschweig, Goslar und Hildesheim anreisen wollten. „Ob diese Anreise tatsächlich erfolgte, ist bisher nicht gesichert bekannt“, sagte der Minister.

Über die heutige Debatte im Landtag berichtet auch unsere Reporterin Suana Boeck im Video.

Quellen: RTL Nord, dpa

Niedersächsischer Landtag
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